Es ist heute unmöglich, den genauen Ursprung der chinesischen Kampfkünste zu bestimmen. Aus bruchstückhaften Informationen, die auf frühe literarische und künstlerische Traditionen Chinas zurückgehen, lässt sich ersehen, dass es schon in der Chou Dynastie (1066-406 v.Chr.) eine hochentwickelte Kampfkunst gab.
Während der Jin (265-439 n.Chr.) und der südlichen und nördlichen Dynastien (420-581 n.Chr.) wurden die Kampfkünste durch den Buddhismus und den Taoismus beeinflusst. Ge Hong, ein berühmter Taoist, integrierte Qi Gong (Atem- und Energieübungen) als einen wichtigen Bereich der traditionellen chinesischen Medizin in die chinesischen Kampfkünste. Der indische Mönch Bodhidarma aus dem Shaolin Tempel in Honan entwickelte ebenfalls zu dieser Zeit eine Übungsfolge für die Gesundheit der Mönche, die als Grundlage des legendären Shaolin Kung Fu gilt. Kung Fu ist die Gesamtheit aller chinesischen Kampfkünste. Kung Fu ist zudem eher ein allgemeiner Begriff, auch wenn er in den letzten Jahren sehr populär geworden ist. Denn er bedeutet wörtlich "geschickt ausgeführte, harte Arbeit" und kann auch auf andere Aktivitäten wie die Teezeremonie oder Dicht - und Zeichenkunst bezogen werden.
Wu Shu (Kampfkunst): Leider bedeutet dieser Begriff für viele heutzutage eine modernisierte, auf Show und Performanz getrimmte, Kampfkunst. Dabei geht es hier um das traditionelle Wu Shu.
Kung Fu (Gong Fu lit. - Zeit und Anstrengung; besondere Fähigkeit durch harte Arbeit): wird deckungsgleich wie Wu Shu benutzt, wobei meist das traditionelle, nicht das moderne gemeint ist.
Kuo Shu (Kuo Shu, lit. Nationale Kunst): wird heute International für traditionelles Kung Fu verwendet.