Während die Geschichte des Nord- Shaolin Klosters, das in Honan liegt, sehr genau bekannt ist, gibt es nur wenige genaue Informationen über das Süd- Shaolin Kloster, das in der Mitte der Ching Dynastie von den Regierungstruppen vollkommen zerstört wurde.
Das Fukien Siu Lam (Shaolin) Kloster, eine Zweigstelle des berühmten Nord- Shaolin Klosters, war in den Neun Lotusbergen (Gau Li Shan) der Provinz Fukien erbaut worden. Wie sein nördlicher Bruder, war auch der Fukien Siu Lam Tempel als Hochburg der besten Kung Fu Kämpfer in ganz China berühmt. Der Ruf des Fukien Klosters wurde noch um ein vielfaches grösser, als im Honan Tempel ca. 1570 ein Feuer ausbrach und das Kloster sehr stark beschädigt wurde. Viele der heute praktizierten und wegen ihrer besonders effektiven Kampffähigkeit bekannten chinesischen Kampfkünste wie Hung Gar, Wing Chun, Choy Lay Fut, Hung Fut u.v.m. stammen direkt oder indirekt aus der Tradition dieses berühmten Klosters.
Auch asiatische Filmemacher entdeckten in den 70er Jahren die Faszination des Klosters und nahmen viele der Legenden und Mythen, die sich um das Süd- Shaolin Kloster rankten, als Vorlage für ihre Filme und liessen mit Hilfe dieser Filme den Namen "Shaolin" weltbekannt werden. So handelten die in dieser Zeit gedrehten Kung Fu Filme um Legenden, die in engem Zusammenhang mit dem Süd- Shaolin Kloster stehen. Filme wie "Die 36 Kammern der Shaolin", "Der Tempel der Shaolin", "Die tödlichen Fäuste der Shaolin" sind jedem Eastern- Fan ein Begriff.